Rückenschmerzen – Volkskrankheit Rückenschmerzen

Rückenschmerzen heute – Wie Sie leiden viele andere an der Volkskrankheit Rückenschmerzen

Natürlich wissen Sie als Betroffener, was Rückenschmerzen sind, wie sie peinigen, wie sehr sie sich auf Ihre Lebensqualität auswirken. Und Sie stehen ganz und gar nicht allein da. Rückenschmerzen im unteren Bereich, also der Lendenwirbelsäule, sind die weitaus häufigsten Schmerzen am Rücken. Sie machen 75 Prozent aus. 24 Prozent entfallen auf die Halswirbelsäule und nur ein Prozent auf die Brustwirbelsäule.

Den verschiedenen Quellen zufolge haben 70 Prozent der 30- bis 60-jährigen Frauen und 65 Prozent der Männer Rückenschmerzen; durchschnittlich 69 Prozent, also mehr als zwei Drittel aller Deutschen. Unter chronischen Rückenschmerzen leiden 21,6 Prozent der Frauen und 15,5 Prozent der Männer.

Rückenschmerzen sind damit die häufigste Schmerzform. Auf sie gehen über 60 Prozent der Kur- und Invaliditätsanträge zurück. Die durch sie verursachten Kosten und Folgebelastungen schätzt man auf 49 Milliarden Euro jährlich, allein in Deutschland. Sie sorgen also nicht nur für großes persönliches Leid, sie sind auch die teuerste Volkskrankheit. Möglichst effiziente Behandlung und Beseitigung sind daher von großem Interesse für die Volkswirtschaft.

Sie sehen, Millionen Menschen leiden mit Ihnen. Da liegt es auf der Hand, dass diesen Schmerzen irgendeine Systematik zugrunde liegt. Denn keiner wird behaupten wollen, dass Gott oder die Evolution diese Pein absichtlich im Menschen installiert hat. Und es zeigt, dass die herkömmliche Schmerztherapie bei Rückenschmerzen versagt. Sie hat die wirklichen Ursachen offenbar noch nicht gefunden.

Wie entstehen Rückenschmerzen?

Ohne es zu wissen, trainieren Sie sich Rückenschmerzen selbst an!
Eine Frage, die wir den Teilnehmern an unseren Schmerztherapeuten-Ausbildungen immer stellen: Wenn unser Körper sich so, wie er genetisch festgelegt ist, bei Nutzung aller „eingebauten“ Bewegungswinkel, zu 100 Prozent bewegen kann, zu wie viel Prozent nutzen Menschen heute durchschnittlich diese Möglichkeiten? Die Antworten schwanken zwischen 10 und 40 Prozent. Wir selbst halten 15 bis 20 Prozent für realistisch.

Was bedeutet das? Es bedeutet, dass wir die Möglichkeiten, uns zu bewegen, zum großen Teil gar nicht nutzen. Wir haben Gelenke, die unsere Knochen verbinden. An diesen Knochen sind Muskeln befestigt, durch die wir uns so bewegen können, wie die Gelenke das von ihrer Konstruktion her zulassen. Egal ob in der Evolution entstanden oder von Gott erschaffen, resultieren daraus die oben genannten 100 Prozent an Möglichkeiten sich zu bewegen. Alles in uns ist vernetzt, alles
in uns fließt und bewegt sich. Das Blut, die Lymphe – zum Großteil Wasser – sind die Transportflüssigkeiten, die die Nährstoffe, Abfälle und Botenstoffe dorthin befördern, wo wir sie benötigen.

All diese „innere Bewegung“ funktioniert zum größten Teil nur, wenn „äußere Bewegung“ sie auslöst. Liegen wir bewegungslos da, sinkt die „innere Bewegung“ auf ein Minimum ab.

Wussten Sie, dass der Pumpdruck des Herzens lediglich ausreicht, um das Blut durch die größeren Gefäße zu pumpen? Bei längerem Liegen bleiben die kleinen Gefäße, die Haargefäße (Kapillaren), weitgehend minder durchströmt. Aber in ihnen findet der größte Teil des Stoffwechselgeschehens statt, wodurch erst die Zellen versorgt werden. Bei körperlicher Bewegungslosigkeit bauen wir deswegen in atemberaubender Geschwindigkeit auf allen Funktionsebenen ab. Fangen wir wieder an uns zu bewegen, pumpen die Muskeln das Blut durch die
Kapillaren, die Versorgung und Entsorgung läuft wieder an.

Sie können nun nachvollziehen, dass wir Menschen nur dann unseren persönlich realisierbaren Bestzustand erreichen können, wenn wir unsere Bewegungsmöglichkeiten zu 100 Prozent nutzen. Das aber findet heutzutage in unserem Alltag nicht statt. Wir bewegen uns völlig anders als für unsere „Konstruktion“ vorgesehen. Bestimmte Bewegungen finden viel zu wenig oder zu einseitig statt. Wir beugen uns nicht zurück, weil wir im Baum nicht mehr an die Banane kommen müssen. Wir greifen nicht nach hinten, weil der Kühlschrank vor uns steht. Wir heben die Hände nicht so hoch wie möglich und hangeln
nicht an Ästen, weil wir nicht auf Bäume klettern. Wir laufen nicht 42 Kilometer am Tag, weil wir 800 Kilometer mit dem Auto zurücklegen und in Flughäfen nach 3 Stunden Sitzen „Laufbänder“ benutzen, auf denen wir dann stehen statt zu gehen. Wir sind kaum in Bewegung, weil viele von uns über 20 Stunden täglich sitzen, da wir dies auch im Schlaf mit angezogenen Knien tun. Wir erklimmen keinen Hang, weil wir mit Aufzug oder Rolltreppe in den dritten Stock kommen.

Es ist logisch und nachvollziehbar, dass jede Bewegung ausschlaggebend für die innere Bewegung der Körperflüssigkeiten ist und auch mit der Mechanik der Knochen, Gelenke, Muskeln und Bindegewebe wie Faszien, Sehnen, Bändern oder Kapseln zu tun hat. Liegt es da nicht nahe, dass diese Strukturen massiv unter der einseitigen oder fehlenden Bewegung leiden? Könnte es nicht sein, dass es kein Zufall ist, dass so gut wie alle der heute vorkommenden Schmerzen oder Schädigungen exakt diese Strukturen oder deren nähere Umgebung betreffen?

Genau diese Zusammenhänge haben wir fast 25 Jahre lang untersucht und dabei herausgefunden, wie fast alle der heute verbreiteten Schmerzen entstehen: Die Menschen trainieren sie sich selbst an, ohne es zu wissen, weil sie so leben, wie das heute üblich ist. Lesen Sie nun, wie sich Ihre Schmerzen im Bereich des unteren Rückens fast zwangsläufig entwickeln müssen.

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Rückenbeschwerden? Helfen Sie sich selbst…

Sie haben Rückenbeschwerden, wissen nicht wo sie herkommen, es wird nichts gefunden, Sie haben Angst eine Bandscheibenschädigung zu haben. Sie wollen weder diese starken Schmerzmittel nehmen, weil Sie mit Ihrem Magen ohnehin schon Probleme haben, noch eine Operation riskieren, weil Sie zu viele kennen, denen es hinterher nicht besser oder sogar schlechter ging? Vielleicht möchten Sie einmal versuchen, selbst aktiv zu werden um ihr Problem selbst zu lösen. MEHR LESEN Rückenbeschwerden? Helfen Sie sich selbst…

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Sehnenscheidenentzündung muss nicht sein

Es schmerzt im Handgelenk, jede Bewegung tut weh. Beim Arzt erfährt man: Tendovaginitis. Und bekommt allerlei verschrieben. Wie Sie aus vielen meiner Artikel wissen, vertrete ich häufig eine andere Auffassung als die herrschende und übliche. So auch heute, denn allzu häufig habe ich feststellen müssen, dass das was schnell als Sehnenscheidenentzündung diagnostiziert ist, meist gar keine ist. Meiner Erfahrung nach handelt es sich sehr häufig um im Handgelenksbereich auftreffende Schmerzen, die auch hier wieder reine Alarmschmerzen sind. Hervorgerufen durch eine langfristige und unwissentliche muskuläre Fehlbelastung, bei der die Einnahme von Schmerz und Entzündung hemmenden Mitteln außer der Unterdrückung des Symptoms, des Schmerzes, nichts bringt. MEHR LESEN Sehnenscheidenentzündung muss nicht sein

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Ischiasschmerzen und Ischalgie – Ursache und Tipps

Ein großer Teil der Krankenkassenkosten wird durch Schmerzen verursacht. Wiederum ein großer Teil dieser Schmerzen betrifft Rückenschmerzen und Ischialgien, die häufig gemeinsam auftreten. Was fühlt man bei einer Ischialgie? Meist sind es Schmerzen, die vom unteren Rücken und Gesäß ausgehend sich am Bein nach unten ziehen und bis in den Fuß strahlen können. Egal wie man sich setzt oder legt, es gibt anscheinend kein Entrinnen.
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Wie das Sitzen Schmerzen schafft – Tipps und Übungen zur Vorbeugung

Dass Sitzen schädlich ist, mag kaum einer hören. Denn was tun die meisten Menschen den ganzen Tag? Schüler sitzen in der Schule, Büroangestellte sitzen an ihren Schreibtischen, wir alle sitzen beim Essen am Tisch, im Kino, im Theater, vor dem Fernseher oder zwischendurch am PC. Doch leider birgt diese in unserer Lebensweise fest verankerte Gewohnheit hohe Risiken für unsere Gesundheit. Genetisch sind wir keineswegs an das Sitzen angepasst. Wann haben wir in der Evolution auf dem Stuhl, dem Sofa oder im Auto gesessen? Und vor allem wie lange täglich. Ist Ihnen bewusst, dass viele Menschen heute bis zu 22 Stunden täglich sitzen? Wie das sein kann? MEHR LESEN Wie das Sitzen Schmerzen schafft – Tipps und Übungen zur Vorbeugung